Asini

Asini

In uralter Zeit existierte in der Region des heutigen Asini ein mächtiges Reich, dessen Herrscher, wie uns die Sage überliefert, sein Volk in den Trojanischen Krieg führte.
1104 v.Chr. wird dieses antike Asine von den Dorern erobert, die sich mit der einheimischen Bevölkerung vermischen und es wiederum zu einem starken Reich machen.
In dem im 1. Messenischen Krieg 740 v.Chr. von den Argitern vollständig zerstörten Asine fand der Geschichtsschreiber Pausanias im 2.Jh. n.Chr. nur Ruinen vor; Zeugen der einstigen Größe des Reiches sind die Mauerreste der Akropolis des Palastes auf der Halbinsel Kastraki, die man heute noch sehen kann.

Der schwedische Kronprinz Gustav Adolf veranlaßt 1922 Ausgrabungen des antiken Asine und seiner Nekropolis auf dem gegenüberliegenden Barbounahügel, die von den schwedischen Archäologen Persson und Frodin ausgeführt werden und 1930 abgeschlossen sind.
Im Laufe der Untersuchungen der Mauerreste und des inneren Bereichs der Akropolis stößt man auf Fundamente von Gebäuden sowie Tongefäße aus verschiedenen Epochen. Unter anderem findet man den Kopf einer Tonstatuette aus dem 13. Jh. v.Chr., die einen vornehmen Mann darstellt, den sogenannten „König des Asine“. Sie befindet sich heute im Museum von Nafplio.
Der erst vor kurzem gegründete Gemeindebezirk, der die Ortschaften Asini Drepano, Tolo, Iria und Karnaseika sowie Kandia und Vivari einschließt, liegt im Südwesten der Provinz und grenzt an den Argolischen Golf.
Inmitten sich endlos erstreckender Mandarinenhaine, deren satte Grüntöne mit dem Blau des Meeres am Strand von Plaka harmonieren, liegt Drepano. Es ist der Sitz der Bezirksverwaltung, verfügt über erstklassig geführte Hotelanlagen und Campingplätze direkt am Meer und unzählige Ferienwohnungen. Gepriesen von Einheimischen und Fremden werden seine Tavernen rund um den Dorfplatz mitten im alten Teil der Ortschaft.

Das heutige Dorf Asini, erbaut am Fuß eines charakteristisch geformten, weithin erkennbaren Felsen, auf dem die Kapelle des Propheten Elias steht, ist ein traditionsreicher Ort. Im Zentrum befindet sich die Kirche des Ag. Dimitrios mit ihrem uralten, unter Denkmalschutz stehenden Glockenturm, etwas außerhalb die byzantinische Kirche der „Metamorphosen des Sotiros“ aus dem 14.Jh. n.Chr. sowie der „Turin des Bej“ und das ebenfalls byzantinische Kirchlein Agios Georgios.
Hingebettet in eine unvergleichlich ‚zauberhafte Landschaft, an der man sich nicht „sattsehen“ kann, liegt das malerische, ruhig Fischerdorf Vivari, mit Tavernen. die Fangfrisches anbieten, und einem Campingplatz in herrliche Lage. Neben dem Leuchtturm a Ende der Landzunge, die den natürlichen Hafen auf der linken Seite vom Meer abgrenzt, steht das weißgetünchte Kirchlein des Agios Nikolaos, des Schutzpatrons der Seefahrer. Gegenüber, rechts der Hafeneinfahrt, findet man Überreste einer 1714 erbauten venezianischen Festung, die noch heute die damalige Bedeutung dieser Region bezeugen.

Auf einer landschaftlich abwechslungsreichen Strecke erreicht man Kandia. Im Ortszentrum findet man ein herrschaftliches Gebäude, einen Turm, vermutlich venezianischen Ursprungs, in dem der türkische Aga residierte.

Grün der Artischockenfelder von Iria, die sich von Kandia bis Karnaseika erstrecken. Der Zauber und die unübertroffene Schönheit der Landschaft um Asini lassen niemanden unberührt. Schon von Alters her übte sie große Anziehungskraft auf alle Menschen aus und es ist nicht von Ungefähr, daß für große Dichter und Schriftsteller wie Seferis und Karousos, aber auch für Zeitgenossen wie Filis und Lialiatsis Asine die Quelle ihrer Inspiration war, ist und sein wird.