Griechenland heute

Griechenland heute

Die heutige Bevölkerung Griechenlands beträgt fast 10 Millionen, aber es leben weitere 3 Millionen Griechen in Übersee oder Europa. Viele dieser Emigranten kehren zurück nach Griechenland, um ihre letzten Lebensjahre in ihrer Heimat zu verbringen.

Die meisten Griechen beschäftigen sich mit Landwirtschaft als Kleinbauer. In den letzten Jahren haben sich große Veränderungen in der demographischen Entwicklung der Einwohner ergeben, bedingt durch den Einfluss der Industrialisierung. Daraus resultiert eine Landflucht weg von den kleinen Dörfern hin zu den großen Städten und Industrieansiedlungen.

Das Familienleben der Griechen ist sehr stark ausgeprägt. In der Vergangenheit besonders auf dem Land war die Geburt einer Tochter eine Belastung für die Eltern wegen der daraus entstehender Verpflichtung einer Mitgift. Eine Tochter ohne Mitgift, auch wenn sie bildhübsch war, hatte größte Schwierigkeiten, einen Mann zu finden. Die Frauen in Griechenland von heute haben größere Freiheiten und Gleichberechtigung mit Männern. Das gilt für den Beruf, das Studium an Universitäten und die Teilnahme in allen Bereichen des sozialen und politischen Lebens.

Die traditionelle Kleidung wird heute nur noch an Nationalfeiertagen und an anderen Festlichkeiten getragen. Die Fustanella, der weiße von Männern getragene Rock, ist heute nur noch bei einem Teil der offiziellen Uniform der nationalen Palastwachen zu sehen, Eine Sehenswürdigkeit Athens ist der Wachwechsel der Palastwache in den traditionellen Uniformen.

Nationale Folkloretänze sind sehr verschieden. Jedes Gebiet und jede Insel hat ihre eigenen Tänze, welche den Lebensstil ausdrückt. Dies sind Tänze, die in Gruppen aufgeführt werden, welche seit der Antike unverändert dargeboten werden.

Ein weitere bekannte Charakterisierung der Griechen, welche sich seit Homer nicht verändert hat, ist die große Gastfreundschaft. Das griechische Wort „Xenos“, welches die Wurzel der englischen Sprache ist, bezieht sich nicht nur auf Gäste anderer Länder, sondern auch auf eingeladene Gäste. In der Antike war die Gastfreundschaft wie eine Dienstleistung zu verstehen. Gastfreundschaft wurde verstanden als sozialer Ausdruck mit gewissen Regeln sowohl für den Gast als auch für den Gastgeber. Selbst ärmste Personen fühlen sich verpflichtet als Gastgeber zu bieten, was ihnen möglich ist.