Palea Epidauros

Palea Epidauros

Wer immer sich dem Gebiet von Epidauros nähert, ob von Norden, von Korinth kommend, oder von Nafplio über Ligourio, kann nicht umhin, die einmalige Schönheit der Umgebung zu bestaunen, welche Menschen und Götter gleichsam in ihren Bann zog.

Am Rücken des Akra mit seinen pinienbewaldeten Hängen, die sich bis zu den Ufern der Bucht erstrecken, liegt die Ortschaft Palea (Alt-) Epidauros, erbaut auf Überresten aus der Antike, nicht weit vom Asklepion und seinem weltbekannten Theater.
Von Karern, loniern und Dorern besiedelt, entwickelt sich der Ort zu einem wichtigen Handelszentrum mit eigenen Niederlassungen. Es gibt ein Heiligtum des Asklepios, sowie einen dem Dionysos geweihten Tempel und den heiligen Hain der Göttinen Artemis und Aphrodite.

Auf der Landzunge, die den Hafen schützend umgibt und auf der sich ein Heiligtum der Hera befindet, werden mykenische Grabkammern sowie ein Friedhof mit Grabplatten und einer Fülle von Statuen und Inschriften gefunden. Auf eben dieser Landzunge liegt das vortrefflich restaurierte und erst vor kurzer Zeit wiedereröffnete sogenannte Kleine Theater mit seinen 6000 Sitzplätzen, wo heute künstlerisch anspruchsvolle Aufführungen stattfinden.

Die archäologischen Funde, die eindrucksvolle Landschaft und nicht zuletzt das wunderbar milde Klima haben dazu beigetragen, daß sich Epidauros zu einem Urlaubsort mit besonderem Flair entfalten konnte.
Hotels, Ferienwohnungen, Gästezimmer, Campingplätze, die vielen Tavernen mit ihrem reichen Angebot an frisch Gegrilltem, die Cafes, Bars, Clubs und die vielen anderen Möglichkeiten, sich zu vergnügen und seine Ferien zu genießen, machen einen Aufenthalt unvergeßlich. Wassersport-Begeisterte und Trekking-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Im ebenfalls am Meer gelegenen Nachbarort Nea (Neu-) Epidauros steht das Haus, in dem sich die Vertreter der ersten Nationalversammlung von Dezember 1821 bis Januar 1822 aufhielten. Mit dem Ergebnis dieser Zusammenkunft konnte die erste Staatsverfassung von Griechenland gewählt und seine Unabhängigkeit bestätigt werden.

Auch die Festungsanlage von Nea Epidauros mit der Kirche Ag.Ioannis Theologos (1710), in welcher der Schädel des Ag. Leonidis, des Schutzpatrons der Ortschaft, aufbewahrt wird, ist zu besichtigen. Bei den Dörfern Paleohori, Agia Marina, Katholiki und Limnes existieren noch mykenische Gräber und im Flußgebiet Gallou Reste der zyklopischen Mauer einer Akropolis.